- von Mario am Samstag, 3. Januar 2009
Problem bei der Direktvermarktung von neuen Websites
Bei neuen Internetprojekten tritt zumeist das Problem auf, dass zum einen die Werbeeinnahmen aus Partnerprogrammen (Affiliate) aufgrund des mässigen Besucherandrags nicht zufriendenstellend sind, andererseits schafft man es auch nicht Werbeflächen direkt an Kunden zu verkaufen.
Viele sehen dann in den Online-Marktplätzen für Werbung (AdShopping, AdScale) die letzte Hoffnung. Doch das macht wenig Sinn. Durch die schlechten Zugriffzahlen wird man nur auf den hinteren Seiten zu finden sein, was die Chance einer Buchung gleich Null streben lässt.
Die Lösung des Problems?
Design richtig aufpolieren - Das sollte gemacht werden, wenn man eine Standardvorlage verwendet. Wenn man schon wenig Besucher hat, dann sollte man wenigsten optisch etwas bieten können, sonst bucht hier keiner Werbung. Es muss ja nicht gleich ein komplett neues Design entwickelt werden, es reicht ja das vorhandene anzupassen.
Versprechen abgeben - Was bringt es wenn jemand wirbt und du erst 2 Monate später wieder einen Beitrag veröffentlichst? Man wird so die einigen wenigen Besucher vergraulen, mehr aber nicht. Deshalb den potenziellen Kunden gleich versprechen, wieviele Beiträge man pro Monat mindestens veröffentlicht.
Richtigen Preis verlagen - Wenn man 50€ für einen Banner bei 500 Besucher / Monat verlangt, kann man noch so viele Firmen anschreiben, man wird sehr wahrscheinlich keinen Abnhemer finden. Hier kann man sich von der Konkurrenz einen Richtwert holen, viele bieten eine “Hier Werben”-Seite an. Diesen Wert einfach verhältnismäßig anpassen, ein wenig reduzieren und es sollte passen.
Direktkontakt mit Werbetreibenden - Man sieht sich ganz einfach bei der Konkurrenz um, auf Websiten die das selbe Thema behandeln und schaut wer dort wirbt. Dann wird per E-Mail Kontakt aufgenommen.
Nun stellt man sich vor, erzählt wie man zu der Firma gekommen ist und macht ein Angebot. Definitiv erwähnt werden sollte welche Zielgruppe, wieviel Seitenaufrufe und eindeutige Besucher man hat. Auf das oben genannte “Versprechen” keinesfalls vergessen.
Praktisch ist es auch, wenn man gleich eine Seite vorbereitet, auf der alle Werbeflächen zu sehen sind, dann setzt man in der Mail einfach einen Link und der Advertiser kann sich das in Ruhe ansehen.
Wenn man wirklich Pech hat, findet man auch so keine Werbekunden, im besten Fall werden aber gleich mehrere Aufträge (bezahlter Blogbeitrag…), und hier spreche ich aus Erfahrung, gebucht.
11 Kommentare
Reaktionen
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Die meisten Besucher bzw. leser kommen doch im normalfall von den/der Suchmaschine. Deshalb sollte man sich zumindest etwas mit der Optimierung beschäftigen.
Tut mir leid trendscout, aber ich weiß nicht was das damit zu tun hätte? Kannst du mir das genauer erläutern?
Gruß
Mario
Also die Sache mit den Versprechungen sehe ich etwas kritisch. Erstens nutzt dies in meinen Augen überhaupt nichts, wenn die Seite kaum bis keine Besucher hat. Zudem kann es zu Problemen kommen, wenn man diese Versprechungen aus irgendeinem Grund nicht erfüllen kann. Schlussendlich bleibt wohl für kleinere Seitenbetreiber nur die Möglichkeit Adsense und Co. zu verwenden. Mit Glück und Verbindungen kommt man vielleicht hin und wieder zu einigen Buchungen, aber diese dürften eher gering ausfallen. Außerdem würde ich schätzen, dass ein Großteil der Emails, die man Firmen schreibt erst gar nicht beachtet werden, wenn die Seite nicht eine gewisse Größe aufzuweisen hat.
Da kann ich dir absolut nicht zustimmen. AdSense scheint eine gute Möglichkeit zu sein, ist es im Idealfall auch, nur wenn du 2 Klicks / Tag hast reichen 10 Klicks von der Konkurrenz und du wirst möglicherweise gesperrt.
Man muss sich selbst die Latte so legen, dass man es schafft. Ganz egal ob es 5 Beiträge oder 30 Beiträge im Monat sind, es geht darum das man dem Advertiser was bietet kann. Wenn ich von Firmen spreche meine ich nicht große Konzerne sondern vorallem Selbstständige, die zu Seite passende Services anbieten. Solche Kunden buchen auch gerne auf kleineren Seiten.
Klar das ist ein Schritt bis man hier erst mal die ersten Einnahmen genieren kann.
Seine Werbeplätze bei Ebay reinstellen könnte auch der erste Schritt sein. Auch wenns diese nur für einen Symbolischen Euro weg gehen. Dann hat man immerhin schon ein paar Kontakte geknüpft auf die man eventuell nach 2-3 Monaten zurück kommen kann. Das werd ich auf jedenfall in nächster Zeit mal ausprobieren und ein Artikel drüber schreiben. Stay tuned
Ich denke sogar, dass man besser fährt wenn man es so macht wie ich, denn bei eBay schaut denke ich keiner nach Werbeplätzen auf so gering frequentierten Seiten. Aber naja, berichte halt dann mal davon.